das wohnhaus oberhalb des dorfkerns von ranzo, an der küste des gambarogno, liegt in einem steilhang unmittelbar über einer eisenbahnlinie, mit aussicht auf lago maggiore und bergwelt.
der baukörper ist präzise detailliert und verzichtet auf jegliche überflüssigen elemente, und wirkt so einerseits minimalistisch modern, andererseits verleiht ihm ein sowohl aussen wie innen kompromisslos verwendeter traditioneller kalkzementverputz, welcher an die lokalen traditionellen gemäuer anklingt, eine archaische, mit dem ort verwurzelte atmosphäre.
durch diese ambivalenz entzieht sich das wohnhaus gewissermassen einer zeitlichen zuordnung: es verbindet die tradition mit der neuzeit.
eine ortstypische natursteinpflästerung im aussenhof, welche ebenso das dach bedeckt, verbindet sich fugenlos mit der gleichartigen pflästerung des öffentlichen fussweges, welcher das haus mit dem strand
verbindet.
das projekt reagiert auf die lärmbelastung der nahen seeseitigen eisenbahnlinie durch den schlafräumen vorgelagerte lichthöfe, welche einerseits als schallschutz dienen, andererseits aber die sonneneinstrahlung in die räume reflektieren, und auf diese weise einen geschlossen wirkenden, muralen baukörper von poetischer ausstrahlung ermöglichen.


bauleitung: roberto la rocca architekt, minusio  www.rlrarch.ch

 

fotos: h.henz architekturfotograf, zürich   www.hanneshenz.ch